Seecontainer

7 Juni, 2011 (17:00) | Auto und Verkehr, Dienstleistungen | By: Guido

Seit im Jahre 1956 der Amerikaner Malcolm P. McLean den Container einführte, ist diese Transportweise – zunächst belächelt, dann rasant zunehmend – nicht mehr wegzudenken. Im Seeverkehr löste der Container eine wahre Revolution aus. Das Stückgutschiff hatte ausgedient, auf den Wasserstraßen erblicken wir – abgesehen von Öltankern und Massengutschiffen – fast nur noch Containerschiffe.
Der große Vorteil des Containers liegt vor allem in der Geschwindigkeit des Transportes, in der Wiederverwendbarkeit und in der Normung. Auf der Straße, auf dem Schienenweg, auf dem Seetransport, immer muss der Container den Ansprüchen genügen, die diese Art des kombinierten Verkehrs verlangt. Diese Ansprüche sind festgelegt in der ISO-Norm, international gültigen Richtlinien, die dafür Sorge tragen, dass im Welthandel der Frachtverkehr mittels Container problemlos erfolgt.
Da die Containerschiffe heutzutage das Bilde des Seehandels prägen, können wir die auf diesen Schiffen bisweilen bis zu mehreren Stockwerken aufgetürmten Boxen durchaus als Seecontainer bezeichnen. Natürlich gibt es auch Behältnisse, die nur für den Landtransport geeignet sind, es gibt Container nur für den Schienenverkehr, auch für die Luftfracht wurden eigens Container entwickelt. Aber in erster Linie meinen wir doch diese Stahlbehälter, sprechen wir von Containern. Diese Seecontainer haben bestimmtem Normen zu entsprechen. Da wären Größe und Maße der Container zu nennen. Sie sollen stapelbar sein und sich exakt für Containerschiffe eignen. Sie müssen so konstruiert sein, dass sie jeder Wetterlage standhalten können. Auf stürmischer See kann es zu Wellenbrechern kommen, deren Gewalt man leicht unterschätzt. Dementsprechend müssen entsprechende Vorrichtungen für das Verlaschen, das Befestigen der Seecontainer, vorhanden sein, damit die Ladung nicht verrutscht. Weitere Vorrichtungen dienen für das Aufnehmen und Absetzen der Container im Ladehafen bzw. am Bestimmungsort. Gerade die kurzen Be- und Entladezeiten sind ein großes Plus. Je kürzer ein Schiff im Hafen festliegt, umso geringer die Kosten für die Reederei. In diesem Sinne stellt der Seecontainer ein wohldurchdachtes Beförderungsmittel dar, welches für den florierenden Welthandel unerlässlich ist.